Berichte Fussball Männer Saison 2017/2018


Saisonfinale der Männer im Zuge des Sommerfest,

Lucas Möller macht die "100" voll gegen den Tabellenzweiten

16.06.2018  

Schon am Freitag hatten die Treffurter Sportfreunde Grund zum Feiern bei der Einweihung ihres neuen Sportlerheimes. Und wohl nicht nur deshalb war gleich ein Sommerfest des Vereins angesetzt worden, denn schließlich standen ja noch das letzte Punktspiel und die Aufstiegsfeier an. Vor dem Spiel gab es deshalb auch die entsprechenden Ehrungen. Seitens des Vereines gab es da zunächst Blumen für Trainer Christian Richwien und Ehefrau Claudia, für die liebevolle Putzfee Helga Dittrich und den Vereinsvorsitzenden Mario Neuhaus für ihr unermüdliches Engagement die ganze Saison über. Für die Mannschaft überbrachten seitens des KFA Dieter Hild und Hans Jürgen Kühn den Pokal, Urkunde und einen Ball als Lohn für den Staffelsieg.

Dann entpuppte sich Vize Suhltal/Eltetal im Punktspiel als harte Nuss. Allerdings legte der Gastgeber auch eine blutleere erste Halbzeit hin. Nach einem verhaltenem Beginn hatte zwar Alexander Käppler eine gute Kopfball- (13.) und Schusschance (19.), den Treffer erzielten aber die Gäste durch Daniel Meyer zum 0:1 (22.). Normania schüttelte sich und kam nach Käpplers guter Vorarbeit bald zum 1:1 (25.) durch Lucas Möller, der den Ball aus 6m locker ins lange Eck legte. Doch die hochstehende Abwehr der Hausherren wackelte weiter bedenklich und hatte Glück (29.) nicht wieder in Rückstand zu geraten. Auf der Gegenseite traf erneut Käppler per Kopf den Pfosten (40.). Doch wieder Meyer bestrafte das schläfrige Abwehrverhalten der Normania mit dem 1:2 (44.). Mit dem schnellen Ausgleich durch Maurice Leise (47.) nach Käpplers Klasse-Vorarbeit schufen sich die Gastgeber nun beste Voraussetzungen zum Sieg. Zunächst hatten aber auch die Gäste noch ihre Möglichkeiten, wie nach feinem Freistoß (51.) der auf der Lattenoberkante landete, und einem Flachschuss (55.). Wieder auf Käpplers Querpass schloss Lucas Möller direkt aus 10 m zum 3:2 (61.) ab und erzielte damit das 100. Saisontor der Normania. Bei nun schwindenden Kräften der Suhltaler kamen die Treffurter durch Tommy Mengis‘ Freistoß (75.) und Alexander Käpplers 28.Saisontor noch zum 5:2-Endstand (78.). 

 

(Quelle: TLZ, 19.06.2018) 

Die Bilder wurden von Bernd Hattenbach bereitgestellt.


Unsere Männer feiern Sieg im letzten Auswärtsspiel

10.06.2018 

Wer dachte, dass die bereits als Aufsteiger in die Kreisoberliga fest stehenden Normannen in diesem Derby auf „Schongang“ schalten, sah sich getäuscht: Gegen ordentlich mitspielende Mihlaer gewannen die Treffurter vor 100 Zuschauern klar mit 5:2. Bereits in der 2.Minute traf Maurice Leise zum 0:1 und Liga-Torschützenkönig Alexander Käppler, der auch heuer zweimal traf, besorgte in der 13.Minute das 0:2. Drei Minuten später traf der ebenfalls doppelte Torschütze Lukas Möller zum 0:3 und die Gäste befanden sich schon jetzt klar auf der Siegerstraße, ehe die nicht aufsteckenden Gastgeber durch Patrick Nickol auf 1:3 (41.) verkürzten. Kurz nach Wiederanpfiff (47.) traf erneut Möller zum 1:4 und nochmals Käppler erzielte in der 50.Minute das 1:5. Danach schaltete Normania einen Gang runter und die Platzherren kamen noch zum verdienten zweiten Treffer, den Nick Rödel in der 88.Minute im Gästekasten versenkte.

In diesem fairen Match kam Schiedsrichter André Zöller ohne jegliche Karten aus. 

(Quelle: TLZ, 11.06.2018)


Christian Richwien im Interview mit der TLZ:

"Wir haben uns von Jahr zu Jahr weiterentwickelt"

Treffurt. Im vierten Anlauf hat Normania Treffurt den Aufstieg in die Kreisoberliga geschafft. Wir sprachen mit Trainer Christian Richwien (41)

Glückwunsch zum Staffelsieg. Hat die Aufstiegszigarre nach dem 3:1 in Falken geschmeckt?

Ich bin zwar Raucher, aber ehrlich gesagt, Zigarre ist nicht mein Ding.

Wie war die Feier?

Wir sind von Falken dann nach Treffurt ins Stadion, wo wir mit unseren Fans gefeiert haben. Spät abends ging es beim Feuerwehrfest in Treffurt weiter. Ich war erstaunt, wie viele Leute, die eigentlich nicht zu den Spielen kommen, sich doch für Fußball interessieren und uns gratuliert haben. Es war echt phänomenal.

Was ging in Ihnen vor, als Falken der Anschluss gelang?

Gezittert habe ich nicht. Wir haben Falken danach auch gut gestellt und ich war mir sicher, dass wir irgendwann den Sack zumachen. So ist es dann ja auch gekommen.

Was haben Sie sich für die abschließenden beiden Spiele vorgenommen?

Herschenken werden wir nichts. Für mich sind das aber zugleich schon die ersten Vorbereitungsspiele auf die neue Saison.

Wie groß ist der Unterschied zwischen Kreis- und Kreisoberliga?

Noch kann ich die Westhüringer Staffel nicht gut einschätzen. Wenn wir im Pokal auf Kreisoberligisten getroffen sind, haben wir uns stets klar behauptet. Aber es gibt sicherlich einige spielstarke Mannschaften wie Geisa oder Ifta. Fakt ist, es wird eine Lernsaison und wir müssen uns darauf einstellen, mit Niederlagen umzugehen.

Muss sich der Aufsteiger personell verstärken?

Zunächst freue ich mich, dass alle Spieler, auch die Älteren, weitermachen wollen. Aber im Grunde genommen haben wir keinen ausgebildeten Stürmer. Alexander Käppler (d. Red. Treffurts Torjäger vom Dienst) ist ein Mittelfeldspieler, der mit Geschwindigkeit kommt. Außerdem haben wir mit Carsten Stoll nur einen richtigen Torhüter. Da müssen wir was tun.

Was zeichnet Ihr Team aus?

Wir haben uns von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Das Mannschaftsgefüge passt, wodurch wir in dieser Saison auch viele personelle Rückschläge kompensieren konnten.

Seit drei Spielen unterstützt Sie Ihr Bruder Martin als Co-Trainer. Wie kam es dazu?

Ich hatten ihn gebeten, uns in der entscheidenden Phase der Saison zu helfen. In erster Linie, weil er ein so hervorragender Motivator ist. Das kann er besser als ich.

Wie sind Sie mit dem 2:3 in Fernbreitenbach, der ersten Niederlage nach 46 ungeschlagenen Spielen, umgegangen?

Das war ärgerlich und ich wusste, dass wir uns keinen weiteren Ausrutscher erlauben dürfen, um es nicht auf ein Finale gegen Suhltal ankommen zu lassen. Vor dem Behringen-Spiel habe ich eine lange Ansprache gehalten und die Mannschaft in die Pflicht genommen. Immerhin stecke ich seit vier Jahren meine ganze Energie hier rein. Die Truppe hat es dann beim 4:0 ganz stark gelöst.

Was trauen Sie der deutschen Mannschaft bei der WM zu?

Jogi Löw hat eine gute Mischung nominiert. Deutschland war schon immer eine Turniermannschaft und wird wieder weit kommen. Zum engen Favoritenkreis zählen für mich zudem Spanien und Brasilien.

(Quelle: Mike El Antaki, TLZ vom 06.06.2018)


Stadt-Derby in Falken, unsere Männer machen mit einem Sieg den Aufstieg vorzeitig klar

02.06.2018 

Selbst die Sieger-Zigarren hatten sie nicht vergessen! Mit viel Dampf, Sektduschen, Gesängen („Nie mehr Kreisliga, nie mehr, nie mehr“, „Die Nummer eins im Kreis sind wir“) und einem kleinen Feuerwerk feierte der SV Normania Treffurt am Samstag auf dem Sportplatz im Stadtteil Falken ausgelassen den langersehnten Kreisliga-Staffelsieg und den damit verbundenden Aufstieg in die Kreisoberliga.

Im drittletzten Spiel der Saison nutzte der Tabellenführer gleich seinen ersten Matchball.

Mit dem 3:1 (2:0)-Sieg im Derby vor stimmungsvoller Kulisse von 176 zahlenden,

aber mindestens 250 Zuschauern baute Normania den Vorsprung auf die SG Suhltal/Eltetal uneinholbar aus. Als der souverän leitende Schiedsrichter Kay Siefertdann um 17.48 Uhr pünktlich abpfiff, ließen die Treffurter ihrer Freude freien Lauf. Trainer Christian Richwien herzte seine Schützlinge und kam natürlich nicht ohne Sektdusche davon. Währenddessen wurden die hellblauen T-Shirts mit der Aufschrift „Kreisoberliga Aufsteiger 2018“ verteilt – im Nu waren viele durchnässt. Kurios: Die Hemden lagen schon seit vorigem Jahr bereit, waren ursprünglich fürs Pokalfinale gedacht, das allerdings

gegen Geisa 1:3 verloren wurde. Nun, so kurz vorm Ziel Aufstieg, wurden die Hemden neu beflockt. Dass sich die Spieler diesmal die Leibchen überstreifen konnten, war nicht zuletzt Maurice Leise zu verdanken. Der junge Stürmer aus Hallungen avancierte mit seinen beiden Treffern zur hochverdienten Pausenführung zum „Mann des Spiels“.

Nach beiderseitigem Abtasten nutzte er die erste Chance zur Führung. Einen von Falkens Keeper Christoph Junge prallen gelassenen Schuss von Alexander Käpplerstaubte Leise ab (9.). Anschließend kam Falken besser in die Partie. Andreas Fiedler, der allein aufs Tor zulief, blieb an Carsten Stoll hängen (15.) und Sascha Fiedler, bei dessen tollem Freistoß bloß Zentimeter fehlten, verpassten den Ausgleich. Stattdessen schlug erneut Leise zu, der nach einem Abwehraussetzer der SG aus 12 Metern zum 0:2 (30.) einschob. Danach forcierte Treffurt das Tempo, was Falkens Abwehr überforderte und mehrere Hochkaräter ergab. Schlussmann Junge hielt seine Mannschaft in dieser Taumelphase mit einigen Glanztaten gegen Rene Fischer und Käppler im Spiel.

Maurice Meng macht das Derby spannend

Wie so oft im Fußball rächte sich Treffurts schlechte Chancenverwertung. Vier Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich Maurice Meng stark durch, zog in den Strafraum und knallte den Ball aus spitzem Winkel spektakulär ins oberen Toreck (49.). Der Treffer gab den Gastgebern Auftrieb. Kämpferisch steigerte sich die SGF nach der eher blutleeren ersten Hälfte, doch wirklich zwingende Aktionen waren bis auf einen Fiedler-Freistoß, bei dem Stoll Mühe hatte, nicht zu sehen. Treffurt ließ sich nicht nervös machen und erarbeitete sich dank der besseren Spielanlage weitere Gelegenheiten. Zunächst konnte sich Junge noch zwei-, dreimal auszeichnen, ehe Käppler den Ball quer durch den Strafraum beförderte, wo René Fischer völlig freistehend aus etwa acht Metern zum 1:3 einschoss (79.). Der Rest war eigentlich nur noch Warten auf den Schlusspfiff.

Die Gastgeber, die vor drei Jahren beim Gegner ihren Aufstieg gefeiert hatte, zeigten sich als faire Verlierer und gratulierten dem Erzrivalen artig. „Keine Frage, Treffurt ist hochverdient Staffelsieger geworden. Allerdings hätten sie mit dem letzten Schritt ruhig noch eine Woche warten können“, sagte Falkens Abteilungsleiter Marcel Gay. Den Gefallen tat ihnen der hochmotivierte Gast nicht. 

Treffurt holte sich im 22.Saisonspiel den 19.Sieg und könnte die rekordverdächtige Punktequote

vom Vorjahr (24 Spiele, 68 Punkte, 2,61 Zähler pro Partie) in den restlichen beiden Spielen (in Mihla, daheim gegen Suhltal) sogar noch toppen. „Herschenken werden nichts“, kündigt Christian Richwien an.

Mit dem Coach aus Lengenfeld unterm Stein hatten die Treffurter jeweils als Vizemeister die vergangenen drei Spielserien beendet. Dieses Trauma wurde in Falken endgültig überwunden. „Natürlich haben wir das am Samstagabend noch gebührend gefeiert“, schilderte Richwien. Während der Spiele ist er ein Trainer, der ruhigeren Sorte, doch im Moment des Erfolges zeigte er wie schon beim Pokalsieg 2015, dass er auch ein „Feierbiest“ sein kann. Vor den zahlreichen Fans griff er sich das Megaphon und stimmte als Vorsänger die obligatorische Humba an. Wenig später wurde ein kleines Feuerwerk gezündet. Als die erste Feierwelle dann abgeebbt war, standen die frischgebackenen Aufsteiger im Kreis, setzten Sonnenbrillen auf und pafften an den von Richwien mitgebrachten Zigarren. Es war der Auftakt für eine feuchtfröhliche Party, die erst tief in der Nacht in Treffurt zu Ende ging.

SG Falken: Junge – Ahbe, C. Stein (46.R.Hunstock), Dietzel (72.Bischof), Zenke, A.Fiedler,

S.Fiedler (82.Luhn), Hoffmann, Brummer, Taja, Meng. 

Treffurt: Stoll – Hitzigrath, Hattenbach, Bondzio, Mengis, Fischer (89.Böttger), Mann, Käppler, Müller, Möller (85.Manegold),

Leise (75.Kaufhold). SR: Siefert (Wutha-Farnroda), Z:176, Tore: 0:1, 0:2 Leise (9./30.), 1:2 Meng (49.), 1:3 Fischer (89.). 

 

(Quelle: TLZ, 04.06.2018) 

Die Bilder wurden von Bernd Hattenbach bereitgestellt.